Straffrei durch Selbstanzeige

Ihr Leitfaden für eine erfolgreiche strafbefreiende Selbstanzeige beim Finanzamt

Die Prüfungsanordnung genau lesen

Die Prüfungsanordnung wird in schriftlicher Form abgefasst. Sie benennt die Person des Steuerpflichtigen, der geprüft wird, den Prüfungszeitraum und die zu prüfende Steuer. Damit kann aus ihr auch abgelesen werden, welcher steuerliche Bereich des zu Prüfenden nun bezüglich einer strafbefreienden Selbstanzeige ausgeschlossen ist und welche Möglichkeiten noch verbleiben.

Damit kann aus der Prüfungsanordnung der Umfang der Sperrwirkung herausgelesen werden; unmittelbar und auch mittelbar. Die Prüfungsanordnung ist aber nicht nur inhaltlich zu überprüfen, sondern auch formal. Bei schwerwiegenden, offenkundigen Fehlern der Prüfungsanordnung ist diese unwirksam und kann somit auch keine Sperrwirkung für die Selbstanzeige begründen.

THOWA-Tipp: Die Prüfungsanordnung unterliegt strengen formalen Anforderungen, welche strikt von den Finanzbehörden einzuhalten sind. Diese Formalien sind genauestens zu überprüfen. In einem zweiten Schritt ist dann der inhaltliche Rahmen zu eruieren, der durch die Prüfungsanordnung gesteckt wird. Bei dieser formalen und materiellen Überprüfung der Prüfungsanordnung sind alle Chancen herauszuarbeiten beziehungsweise die Antwort auf die Frage zu bestimmen, ob und wenn ja wie die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige noch gegeben ist. Hier ist auf jedes Detail zu achten. Denken Sie immer daran: "The small things count".