Straffrei durch Selbstanzeige

Ihr Leitfaden für eine erfolgreiche strafbefreiende Selbstanzeige beim Finanzamt

Straffrei durch Selbstanzeige

Damit eine Selbstanzeige die gewünschte Wirkung der Strafbefreiung entfaltet, muss eine umfassende Offenlegung des gesamten Sachverhaltes erfolgen. Weiterhin muss die Nachzahlung der hinterzogenen Steuern einschließlich der Zinsen sowie eventuell eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 5% des hinterzogenen Betrages ab einer Steuerhinterziehung über 50.000 EUR geleistet werden.

Umfassende Offenlegung heißt Nachholung von unterlassenen Angaben, Ergänzung lückenhafter Angaben und die Berichtigung von falschen Angaben. Die Nachzahlung der hinterzogenen Steuern muss innerhalb einer vom Finanzamt bestimmten Frist erfolgen. Weitere Voraussetzung ist, dass die Steuerhinterziehung noch nicht von den Finanzbehörden entdeckt wurde. Dabei dürfen noch keine Ermittlungen wegen der betreffenden Steuerhinterziehung laufen. Sämtliche sachverhaltsrelevanten Unterlagen müssen an die Finanzbehörde übergeben werden. Der Umfang und die Höhe der Steuerschuld spielen keine Rolle, solange die gesetzlichen Voraussetzungen zur Strafbefreiung erfüllt werden; insbesondere der wirtschaftliche Steuerschaden durch die Nachzahlung kompensiert wird.

THOWA-TIPP: Bei der Nachversteuerung sind Spielräume bezüglich der Frage, ob eine Steuerhinterziehung bis oder über 50.000 EUR vorliegt, das Zünglein an der Waage. Entsprechende Gestaltungs- und Argumentationsspielräume sind dementsprechend zu nutzen, um die Hürden zur Erwirkung der Straffreiheit einer Selbstanzeige gemäß § 371 Abgabenordnung zu verringern sowie die Nachzahlungsbeträge auf ein Minimum zu beschränken. Hier ist absolutes Experten-Know-How gefragt!