Straffrei durch Selbstanzeige

Ihr Leitfaden für eine erfolgreiche strafbefreiende Selbstanzeige beim Finanzamt

Steuerhinterziehung durch unrichtige oder unvollständige Angaben

Die Steuergesetze und insbesondere die Abgabenordnung verpflichten jeden Steuerpflichtigen dazu, in seiner Steuererklärung oder im Kontext seiner vielfältigen Steuerpflichtigen zutreffende und lückenlose Angaben zu machen. Der Steuerpflichtige unterliegt insoweit dem Wahrheits- und Vollständigkeitsgebot.

Macht ein Steuerpflichtiger also beispielsweise in seiner Steuererklärung bewusst falsche und unvollständige Angaben, dann verstößt er gegen seine steuerlichen Pflichten. Führen diese falschen Angaben zudem dazu, dass der Steuerpflichtige zu Unrecht keine oder zu wenig Steuern bezahlt oder aber fälschlicherweise unberechtigtige Steuererstattungen erhält, dann begründet ein solche Steuerverkürzung automatisch die Strafbarkeit wegen Steuerhinterziehung gemäß § 370 Abgabenordnung. Die Steuerfahnder und Betriebsprüfer kennen hier grundsätzlich die gängigen Konstellationen und decken diese in der Regel auch problemlos auf. 

THOWA-Tipp: In den Fällen der Steuerhinterziehung durch unrichtige oder unvollständige Angaben geht es in der Regel um Sachverhalte, bei denen beispielsweise Betriebseinnahmen nicht vollständig angegeben oder aber Privatausgaben als betrieblich veranlasste Ausgaben deklariert werden. Hier besteht die Möglichkeit der Selbstanzeige durch Korrektur der unrichtigen oder unvollständigen Angaben. Der Steuerpflichtige muss dann die bis dahin nicht angegebenen Betriebseinnahmen nachträglich ergänzen oder aber klarstellen, dass Privatausgaben fälschlicherweise als Betriebsausgaben verbucht wurden. Sind sämtliche formellen und inhaltlichen Voraussetzungen der Selbstanzeige gemäß § 371 Abgabenordnung erfüllt, dann bleibt der Steuerpflichtige straffrei.